Akte/Band
Paradieseramt.
Title
Paradieseramt.
Stage
Bestand
Period of origin
1480 - 1857
Type of item
Akte/Band
Bestandsgeschichte
Das Klarissenkloster Paradies. Gründung um 1250 in Konstanz. Um 1260 Verlegung nach Paradies. 1529 ging der katholische Gottesdienst ein und viele der Nonnen traten aus. 1578 Wiedereinführung des klösterlichen Lebens. 1804 zwangsweise Verschmelzung mit dem Kloster St. Katharinental. 1836 wurde das Kloster Paradies aufgehoben.
Paradieseramt SH. 1444 übernahm die Stadt SH die Schutzherrschaft über das Kloster Paradies und 1529 ging der Klosterbesitz an sie über. Bereits 1531 versuchten die katholischen Stände der Eidgenossenschaft, Paradies wiederherzustellen, was damals aber noch nicht glückte. 1571 erneuerten sie, diesmal mit Erfolg, den nämlichen Versuch. Mit dem Vertrag vom 13. Mai 1574 verlor SH die Schutzherrschaft über das Kloster, erhielt aber einen Drittel des Klostergutes mit der Verpflichtung des vollständigen Unterhalts der nördlich des Rheins gelegenen Patronatskirchen Lohn, Opfertshofen, Herblingen und Wiechs am Randen (Amt Engen). Wiechs wurde 1856/57 losgekauft. Die Ablösung der Baulast der Kirche Lohn erfolgte 1875.
Durch den Beschluss der Klein- und Grossräte vom 31. Januar 1834 wurden das St. Agnesen- und das Kornamt mit dem Paradieseramt unter dem Titel "Vereinigte Ämter" verschmolzen. Das Paradieseramt war das reichste derselben. Auf Grund des Finanzgesetzes vom 30. April 1855 wurde das Paradieseramt dem Kirchen- und Schulfonds des Kantons Schaffhausen unterstellt.
Es ist zu beachten, dass sich unter den nachfolgenden Archiv-Beständen sowohl solche des eigentlichen Klosters als auch solche des Paradieseramtes befinden.
Protection period
50 years
Physical usability
Frei einsehbar
Schutzfrist
50 Jahre
Veröffentlichungen
Karl Schib. Geschichte des Klosters Paradies. Schaffhausen 1951.