Akte/Band
Georgenamt.
Title
Georgenamt.
Stage
Bestand
Period of origin
1500 - 1889
Type of item
Akte/Band
Bestandsgeschichte
Das in der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts von Herzog Burkhard II. von Schwaben und seiner Gemahlin Hadwig auf dem Hohentwiel gegründete Benediktinerkloster St. Georgen wurde zwischen 1002 und 1007 durch König Heinrich II. nach Stein am Rhein verlegt. Die Säkularisation erfolgte durch Zürich am 5. Juli 1525. Die Klostergüter, mit Ausnahme jener auf deutschem Reichsboden, bildeten jetzt das zürcherische "Amt Stein", das von Zürcher Amtmännern, die im Kloster zu Stein residierten, verwaltet wurde. Die bei der Reformation beim alten Glauben verbliebenen Konventualen begaben sich vorerst nach Radolfzell. Unter Abt Martin Geiger wurde in Bühl (heute Oberbühlhof, Schienerberg) gegen 1570 ein eigenes Kloster gebaut, dem die St. Georgischen Besitzungen auf deutschem Boden zustanden. Nach vorübergehender Verlegung nach Steinegg (TG) wurde 1581 dieses Nachfolgekloster aufgehoben bzw. mit dem Kloster Petershausen verschmolzen, kirchenrechtlich definitiv 1698.
Nachdem Stein am Rhein durch die Mediationsakte vom 19. Februar 1803 endgültig dem Kanton SH angeschlossen worden war, nahmen 1805 die Stände Zürich und SH einen Austausch bezüglich St. Georgen vor: letzteres erhielt SH, während Zürich die vormaligen St. Georgischen Gefälle etc. im Zürcher Gebiet bekam. Zürich extradierte auch das Archiv von St. Georgen an SH. Vorerst blieb die Verwaltung des nun schaffhauserischen St. Georgenamtes in Stein. Auf Grund des Finanzgesetzes vom 6. Dezember 1832 wurde es als besondere Verwaltung den fundierten Ämtern beigesellt, dann mit dem Gesetz vom 30. April 1855 dem Kirchen- und Schulfonds des Kantons SH unterstellt.
Protection period
50 years
Physical usability
Frei einsehbar
Schutzfrist
50 Jahre
Veröffentlichungen
Hans Jänichen. Der Besitz des Klosters Stein (zuvor Hohentwiel) nördlich der Donau vom 11. bis zum 16. Jh. In: Jahrbücher für Statistik und Landeskunde von Baden-Württemberg 4, 1958